Qinghai


Qinghai, flächenmäßig die viertgrößte Provinz in China, liegt im Nordosten des tibetischen Hochlandes. Die Bevölkerung ist multi-ethnisch: Der gebirgige Westen wird von Nomaden bevölkert. Gut die Hälfte der Bevölkerung besteht aus Han-Chinesen (54,5 %), der Rest sind Tibeter (20,8 %), Hui (16 %), Mongolen, Salar, Tu und Dongxiang. Die tibetische Dialekte sprechenden Volksgruppen nennen sich allerdings nicht Böpa (bod pa), wie der tibetische Begriff für Tibeter lautet, sondern Amdowa (a mdo pa) und Khampa (khams pa).

Qinghai ist eine große Provinz und ist reich an natürlichen Ressourcen. Die Gebirgs- und Seelandschaft in Qinghai ist malerisch, die Leute sind freundlich und schlicht und die Kultur in der Region kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Über die Provinz verteilt liegen zahlreiche Gletscher, Flüsse und Seen. Qinghai gehört zu den wichtigsten Quellengebieten Chinas und wird daher "Wasserturm der chinesischen Nation" genannt. Auch der Yangtze, der Gelbe Fluss und der Mekong entspringen in der Provinz Qinghai.

Über 50 Prozent der Fläche von Qinghai liegen in einer Höhe von 4.000 bis 5.000 Metern. Durch die einzigartige Natur ist eine Vielzahl der Tier- und Pflanzenwelt in Qinghai beheimatet. Von der UNESCO wurde Qinghai zu einer der saubersten Regionen der Welt eingestuft.

Qinghai ist nicht nur eine Quelle der chinesischen Kultur, sondern auch eine Brücke des kulturellen Austauschs zwischen Zentralchina und den umgebenden Regionen sowie zwischen China und anderen Ländern. In der Tang-Dynastie war Qinghai der Knotenpunkt im Austausch mit Tibet und dem heutigen Xinjiang. Auf der berühmten Seidenstraße spielte Qinghai ebenfalls eine wichtige Rolle. Der Zusammenstoß und die Integration verschiedener Kulturen haben das Hochland in Qinghai geprägt.


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