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Felsbilder von Dazu

In der Nähe der Stadt Dazu, die ländlich, ca. 160km westlich von Chongqing gelegen ist, befinden sich neben Dunhuang, Luoyang und Yungang die bedeutendsten und schönsten buddhistischen Höhlenskulpturen in ca. 70 Fundstätten. Aufgrund der religiösen Verfolgung flohen die Buddhisten von der Seidenstraße in das damals autonome Königreich Shu und schlugen von Ende des 9. Jahrhundert bis Mitte des 13. Jahrhunderts Bildnisse in die knapp 40 Berge und Felsüberhänge. Sie zeigen die Zusammenführung von buddhistischen und konfuzianischen Motiven. 

Besonders gut erhalten sich die Skulpturen am Nordberg (Bei Shan) und am Schatzkammerberg (Baoding Shan) sowie am Südberg (Nan Shan). 

Der Nordberg (Bei Shan), der etwa 2 km von Dazu entfernt liegt, ist am besten zu Fuß erreichbar. Den Bei Shan schmücken tausende religiöser Figuren und Kalligraphien, die man in 264 Nischen bewundern kann. Die frühesten Skulpturen, 290 an der Anzahl, stammen aus dem Jahr 892. Es sind anmutige Darstellungen der Bodhisattva Guanyin aus der Song-Zeit. Besonders prächtig ist die "Grotte des Schicksalsrades", die in den Jahren 1142-1146 entstanden ist, die durch ihre fein ausgeführten Statuen Buddhas und des "Guanyin mit Sonne und Mond" bezaubert. 

Der Baoding Shan, der etwa 15km nordöstlich von Dazu gelegen ist, ist am besten per Minibus erreichbar. Der Schatzkammerberg hält, was sein Name verspricht: Er hütet eines der größten buddhistischen Panoptikas mit 10 000 teils überlebensgroßen Skulpturen. Sie sind die prächtigsten Skulpturen der Region. Entstanden sind diese als zusammengehörige Gruppe in den Jahren 1179-1249 unter der Leitung des Mönches Zhao Zhifeng. Das Zentrum des Baoding Shan ist der liegende Buddha mit 31m Länge und die daneben stehende vergoldete Guanyin mit 1000 Händen, die eine Fläche von 88m² bedeckt. Neben diversen Paradies- und Höllenversionen sind auch Hirten- und Bauernszenen dargestellt, z.B. "Die Stillende", "Die Flötenspielerin" und die "Büffelhirtin". Die Bildhauerarbeiten zählen zu den bedeutendsten Chinas. 

Am Südberg (Nan Shan) findet man die Bildhauerarbeit einer daoistische Figurengruppe mit einem über 1000jährigen Steindrachen. 

Die UNESCO setzt die Felsbilder von Dazu 1999 auf die Liste der Weltkulturerben. 

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