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EVENTS

Landesweite Feste

Frühlingsfest

Mit dem Frühlingsfest wird in China das neue Jahr begrüßt. Für Chinesen ist es das wichtigste Familienfest des Jahres und hat eine ähnliche Bedeutung wie hierzulande Weihnachten. Die Feierlichkeiten erstrecken sich bis zum 15. Tag des ersten Monats nach dem Mondkalender, dem Laternenfest.Am letzten Tag des alten Jahres bereitet jede Familie zunächst gemeinsam ein traditionelles Festessen, das sich von Region zu Region unterscheidet. 

In Nordchina sind gefüllte Teigtaschen, die "Jiaozi" unverzichtbarer Bestandteil. Die traditionell gekrümmte Form der Jiaozi symbolisiert Reichtum, denn so ähnlich sahen vor Jahrhunderten die als Zahlungsmittel genutzten Silberbarren aus. Im Normalfall erhalten die Jiaozi eine Fleisch- bzw. Gemüsefüllung. Zum Frühlingsfest werden jedoch einzelne der Teigtaschen mitunter auch mit kleinen Überraschungen gefüllt, z.B. mit Zuckermasse, einem Bonbon oder auch einem Geldstück. Wer diesen Jiaozi beim späteren Essen bekommt, kann dann auf ein besonders süßes Leben oder Reichtum hoffen. Die Jiaozi werden übrigens nie alle aufgegessen - der aufgehobene Rest sorgt dafür, daß die Familie im nächsten Jahr immer genug zu Essen hat. 

Im Süden werden sog. "Niangao" gemacht, kleine Neujahrsküchlein aus klebrigem Reis.

Laternenfest

In der ersten Vollmondnacht nach dem Frühlingsfest wird das Laternenfest gefeiert. Traditionell werden hierzu kleine klebrige Reisbällchen gegessen - die Yuanxiao. Sie symbolisieren den Zusammenhalt in der Familie. Die Bezeichnung Laternenfest geht auf den bereits vor mehr als 2000 Jahren entstandenen Brauch zurück, am Abend des Festtages bunte Laternen in verschiedensten Formen aufzuhängen. Zusätzlich werden regionale Traditionen wie der Stelzenlauf, spezielle Tanzformen etc. gepflegt.

Mondfest

Am 15. Tag des achten Monats wird das Mondfest in ganz China gefeiert. Da dieser Tag mitten im Herbst ist, wird das Fest auch Mittherbstfest genannt. In alter Zeit opferte man mit feinen Kuchen dem Mondgott, danach wurde der Kuchen aufgeteilt und gegessen. 

Drachenbootfest

Das Drachenbootfest am 5. Tag des 5. Monats nach dem chinesischen Mondkalender (normalerweise im Juni nach dem Gregorianischen Kalender) ist eines der traditionellen Feste Chinas. Es hat eine Geschichte von mehr als 2000 Jahren.

Im Volk gibt es verschiedene Versionen über die Herkunft dieses Festes, davon ist die Version über das Andenken an Qu Yuan die populärste. Qu Yuan war ein hoher Beamter des Reiches Chu, eines der Reiche in der Frühlings- und Herbstperiode (770-476 v. Chr.), und ein berühmter patriotischer Dichter im Altertum. Angesichts des großen Drucks seitens des starken Reiches Qin trat er dafür ein, das Reich stark und die Truppen kampffähig zu machen, um Widerstand gegen das Reich Qin zu leisten. Doch sein Standpunkt stieß auf die Opposition von Zi Lan und anderen Adligen. Schließlich wurde er vom König des Reiches Chu seines Amtes enthoben und aus der Hauptstadt vertrieben. 

Während der Verbannung schrieb er mehrere Gedichte, darunter "Lisao", "Tianwen" und "Jiuge", in denen er seine Sorge um das Land und das Volk zum Ausdruck brachte. Im Jahr 278 v. Chr. wurde die Hauptstadt des Reiches Chu von den Qin-Truppen erobert. Nachdem er sein letztes Werk "Huaisha" verfasst hatte, stürzte er sich am 5. Tag des 5. Mondmonats mit einem Stein in den Miluo-Fluss. Der Überlieferung nach liefen die Bewohner des Reiches Chu nach seinem Tod zum Ufer des Miluo-Flusses, um seines zu gedenken. Die Fischer ruderten auf dem Fluss hin und her, um nach ihm zu suchen. Um ihn vor Wassertieren zu schützen, warfen die Leute Reisklößchen, Eier und andere Nahrungsmittel in den Fluss. 

Ein alter Arzt brachte ein Gefäß Xionghuang-Wein herbei und goss ihn in den Fluss, um die Wassertiere zu betrinken. Davon rührte die Sitte her, dass man am 5. Tag des 5. Mondmonats jedes Jahres eine Drachenboot-Regatta veranstaltet, Zongzi (in Bambus- oder Schilfblätter eingewickeltes Klebreisklößchen) isst und Xionghuang-Wein trinkt.

Regionale Feste

Nadam Volksfest

Es ist das beeindruckendste, die Kultur am deutlichsten zum Ausdruck bringende Fest der Mongolen, das zudem noch in der schönsten Sommerzeit jedes Jahr im Juli oder August stattfindet. Seine Wurzeln gehen zurück bis in die Zeit der Alttürken oder gar Hunnen. Spätestens unter Dschingis-Khan und seinen Nachfolgern wandelte es sich dann zur Wehrertüchtigung für die Krieger des Kaisers. Das Naadam Fest fand nicht zu einer bestimmten Zeit statt, sondern immer dann, wenn sich Gelegenheit dazu bot. Heute wird es in Erinnerung an die Revolution von 1921 als Staatsnaadam gefeiert. Im Kern besteht das Fest aus drei Veranstaltungen, dem Reiten, Ringen und Bogenschießen. 

Shoton Festival

Das einwöchige Shoton-Festival Ende August wird unter der tibetischen Bevölkerung festlich in Lhasa gefeiert. Auf Tibetisch bedeutet "Shoton" in etwa "Joghurt-Bankett". Das traditionelle Shoton-Festival beginnt mit der Ausstellung von Buddha-Bildern. Während der Festtage werden auch tibetische Opern aufgeführt und verschiedene Veranstaltungen in öffentlichen Parks abgehalten. Mittlerweile sind zum traditionellen Shoton-Festival neue Angebote hinzugekommen, so werden zum Beispiel Souvenirs verkauft und traditionelle Waren ausgestellt. 

Das Shoton-Festival hat seinen Ursprung in der Mitte des 11. Jahrhunderts. Damals war das Festival eine rein religiöse Angelegenheit. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts werden während des Shoton-Festivals jedoch auch tibetische Opern aufgeführt.

Wasserfest

Gewöhnlich findet das Wasserfest Mitte April in der Provinz Yunnan statt. Die Feier des Dai-Volkes dauert normalerweise drei bis fünf Tage, während derer sich die Menschen ausgiebig mit Wasser bespritzen. Nachdem die alten Sorgen im wahrsten Sinne des Wortes "weggespült" worden sind, können sich nun die guten Wünsche für das neue Jahr erfüllen. In einigen Gegenden findet man auch Drachenbootrennen und andere Wettbewerbe.

Butterlampen Festival

Der 15. Januar sieht nach dem tibetischen Kalender den letzten Höhepunkt der Feierlichkeiten zum tibetischen Neujahr vor, das sogenannte Butterlampen Fest oder auch Chunga Choepa. 

Gefeiert wird der in einer Debatte errungene Sieg Shakyamunis über Kontrahenten, weswegen ein Lord 1409 Butterlampen in allen Formen und Farben entzünden ließ. 

Vor allem in Lhasa werden auf der Barkhor Straße zahlreiche Skulpturen aufgestellt und Menschen singen und tanzen dort mit großer Begeisterung durch die Straßen. An diesem Tag besuchen die Menschen Tempel, um zu Ehren Buddhas Weihrauch zu verbrennen. 

Sobald die Nacht hereingebrochen ist, erhellen Butter-Laternen in Form von Göttern, Blumen, Bäumen, Vögeln und Tieren die Dunkelheit. Die Straßen sind taghell erleuchtet und aus diesem Grund bezeichnet man die Feier auch als Laternenfest.

Qingming Fest

Am Qingming-Fest werden die Toten geehrt. Immer 106 Tage nach der Wintersonnenwende ("Dongzhi") besuchen die Chinesen die Gräber ihrer Verstorbenen. Politisch wurde das Qingming-Fest auch gerne zur Erinnerung an Helden der Revolution genutzt, dies verliert jedoch stetig an Bedeutung. 

Da die Jahreszeit am Qingming-Fest zu den angenehmsten des Jahres gehört, wird es von den Familien auch besonders gerne zu Ausflügen ins Grüne genutzt.